Obelink Markisenvorzelt King

Unsere Camping Erfahrungen

mit unserer Fiamma Caravanstore XL 360 Sackmarkise

an unserem Weinsberg Wohnwagen

in Kombination

mit dem Obelink King Markisenzelt mit Moskitonetz



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Hallo zusammen,


heute möchte ich ĂŒber das Obelink Markisenzelt KING mit Moskitonetz berichten. 

 

Alle Vor- und Nachteile, sowie warum wir es schlussendlich doch wieder zurĂŒck geschickt haben, könnt ihr in diesem Blogbeitrag nachlesen.


Im Juni 2023 urlaubten mein Mann, unser Hund Bronco und ich wieder mal in den Niederlanden, diesmal in der Gegend von Sneek in Friesland.

Wie wir aus vorherigen Urlauben bereits wussten, kann das Wetter in den Niederlanden ziemlich unberechenbar sein. So war es auch diesmal wieder – von Sonne satt mit ĂŒber 30° bis zu einem Sturm, bei dem der Regen waagrecht vom Wind vor sich her getrieben wurde, war alles dabei.


Da unser Wohnwagen seit einem Jahr mit einer Fiamma Caravanstore Sackmarkise ausgestattet ist, machten wir uns im Vorfeld Gedanken, wie wir diese sehr gute Markise mit einem zusÀtzlichen Wetterschutz erweitern könnten.


Fiamma Caravanstore XL 360 Sackmarkise
Fiamma Caravanstore XL 360 Sackmarkise


Den ausfĂŒhrlichen Testbericht zur Fiamma Caravanstore XL 360 Sackmarkise könnt ihr hier anschauen: 🔗 Fiamma Caravanstore XL 🔗


Relativ schnell begannen wir uns fĂŒr Markisenvorzelte zu interessieren, weil man damit die vorhandene Markise zu einem Vorzelt erweitern kann, aber trotzdem noch den echten Markisenschatten hat. Camper wissen was ich meine.

Aus Erfahrungen mit frĂŒheren Vorzelten wollten wir aber möglichst keine „Scheiben“, also transparente Folienbereiche und wenn, dann auf jeden Fall zum Auf- oder Abmachen. Wir kannten den „Brennglaseffekt“, also wie sich das Zelt wenn nur ein wenig Sonne auf die Scheiben fĂ€llt unglaublich aufheizt.

Da kam uns das Markisenvorzelt „KING mit Moskitonetzen“ von Obelink perfekt vor!

Bei diesem Markisenvorzelt wurden alle „Scheiben“ durch Moskitonetze ersetzt, welche von außen mit dichten Abdeckkappen aus Zeltmaterial verschlossen werden konnten.

Wir erhofften uns, dass sich dieses Zelt weniger aufheizt, dass durch die Moskitonetze mehr Luftaustausch statt findet und auch mal ein wenig Luft durch das Zelt ziehen kann, als bei geschlossenen Scheiben.

 

 

Also bestellten wir bei Obelink.de das Komplettset fĂŒr unsere Fiamma Caravanstore XL 360 Sackmarkise.

 

 

Dieses Set beinhaltete alle Einzelteile um die Markise in ein komplettes Vorzelt zu verwandeln.


Schon als wir das Zelt daheim auspackten und eine Seitenwand mal nĂ€her unter die Lupe nahmen, fiel uns auf, dass die Moskitonetze nicht den bei uns ĂŒblichen Lochabstand oder besser gesagt Maschenabstand besaßen wie bei normalen Insektenschutzgittern an Fenstern, sondern deutlich enger gewebt waren. Sogleich befĂŒrchteten wir, dass es mit dem Luftaustausch Probleme geben könnte. Ein sogleich durchgefĂŒhrter Test mit dem Ventilator bestĂ€tigte diese BefĂŒrchtung noch.

Sehr gut gefallen hat uns dagegen die solide Verarbeitung mit hochwertigem PVC-Zeltstoff und gut gehenden ReißverschlĂŒssen. Das machte alles einen hochwertigen Eindruck.

Also beschlossen wir, dass man finale Aussagen zum Luftaustausch und zur Brauchbarkeit des Zeltes erst beim Komplettaufbau vor Ort machen kann und nahmen das Zelt mit nach Friesland.


Der Aufbau geht tatsĂ€chlich ziemlich gut, bedingt durch die vielen Einzelteile muss man aber etwas Zeit mitbringen. Aber man ist ja im Urlaub, da kann man sich ja auch mal Zeit lassen. Alles in allem wĂŒrde ich aber vom auspacken bis zur letzten Klammer am Dach 45min bis eine Stunde einplanen.

 



 

Aber es passte alles gut zusammen und war weitestgehend selbsterklÀrend.


Der erste HĂ€rtetest ließ auch nicht lange auf sich warten: Ein Sturm mit ordentlich Regen zog auf!

 

 

Gut, dass wir die Markise zusĂ€tzlich noch mit einem Sturmband gesichert hatten. Obwohl einige heftige Böen kamen, hatten wir nicht eine Sekunde Angst um das Markisenvorzelt, es stand wie eine 1! Durch die Moskitonetze kam etwas Wasser ins Innere des Zeltes, wir hatten die Abdeckungen bewusst aufgerollt gelassen, um das Verhalten bei Regen zu testen. Die Menge an Wasser, die ins Innere gedrĂŒckt wurde, war aber völlig in Ordnung, eher sogar sehr wenig. Dazu kam noch etwas Wasser durch Öffnungen im Zelt, sowie ĂŒber den Boden. Das Markisenvorzelt „KING“ von Obelink verfĂŒgt ĂŒber keinen Boden, daher besteht natĂŒrlich immer die Möglichkeit, dass irgendwann Wasser durch kommt. Aber alles in Allem waren wir sehr zufrieden.


Diese Zufriedenheit schwand dann immer mehr in den nĂ€chsten Tagen, als es wieder warm wurde. Also niederlĂ€ndisch warm mit ca. 25°C und Sonne-Wolken-Mix, aber auch mal bis ĂŒber 30°C.

Aber sofort wenn ein Sonnenstrahl durch kommt heizt sich das Zelt auf und man kann eigentlich nicht mehr angenehm im Inneren sitzen. Hier zeigte sich auch, dass die Moskitonetze tatsĂ€chlich viel zu eng sind, ein Luftaustausch oder wenigstens mal ein LĂŒftchen durch das Zelt gab es nicht.

Wir beneideten unsere Nachbarn mit „richtigen“ Vorzelten, die jetzt einfach alle Seiten- und VorderwĂ€nde aufmachten und gemĂŒtlich unter ihrem Sonnensegel saßen. So eben Mal eine Wand abbauen ist nĂ€mlich gar nicht so einfach, da alles miteinander verbunden ist und nur mit viel Aufwand getrennt werden kann. Man muss die Teile, die man entfernen will halt richtig abbauen und verstauen. Da hat man auch nicht jedes Mal Bock drauf!

 


Wir waren aber noch guter Dinge, dass sich das Zelt dann am Abend bewĂ€hren wĂŒrde, wenn die Sonne weg ist und man noch gemĂŒtlich bei Kerzenschein draußen sitzen möchte. NĂ€mlich möglichst ohne StechmĂŒcken und Spinnen, wobei es zweiteres in den Niederlanden abartig viele gibt! Leider erreicht man einen halbwegs brauchbaren Schutz gegen Flugviecher natĂŒrlich nur, wenn man die TĂŒre zu macht, also das Zelt komplett schließt. Ihr erinnert euch, weiter oben, Thema Luftaustausch? Richtig – is nicht!

Gut, klar, das kann prinzipbedingt nicht anders gehen, also das komplett schließen. Leider ist das Zelt auch komplett geschlossen nicht ganz zu! Oben bei den Andruckstangen am Dach sind große LĂŒcken – warum ist mir nicht ganz ersichtlich. Ebenfalls gibt es erhebliche LĂŒcken ĂŒberall dort wo Teile zusammen gemacht werden. Die Teile besitzen jeweils am Ende Keder und werden mit Koppelstreifen zusammen gemacht. Diese Doppelkederstreifen aus hartem Kunststoff sind jeweils 1m lang, der Rest bleibt halt frei. Also lange Rede, kurzer Sinn, da kann man das Zelt gleich offen lassen. 

 


 

So experimentierten wir noch ein paar Tage rum, indem wir nur die Vorderwand weg ließen um von der Seite den Regenschutz zu haben, bzw. den Schatten, wenn die Sonne von der Seite kam, aber alle Optionen schnitten jedesmal die Luftzufuhr ab. Schlussendlich bauten wir es ganz ab und genossen die restlichen Tage unter unserer Markise – auch bei Regen!

 

 

Der Abbau des Obelink Markisenvorzeltes „KING“ dauert noch lĂ€nger als der Aufbau, weil die Teile durch den Regen erheblich verschmutzt waren. Bedingt durch die aufrollbaren Abdeckungen ĂŒber den Moskitonetzen sammelt sich darunter immer das Wasser und der Dreck. Ich weiß auch nicht, ob das am PVC-Material lag, aber die Teile waren nur mit Schwamm, Reiniger und erheblichem Schrubben sauber zu bekommen. SpĂ€testens da stand fest, das Zelt geht zurĂŒck!


Also uns hat das Markisenvorzelt „KING“ mit Moskitonetz von Obelink nicht ĂŒberzeugen können. 

 

 

Die Verarbeitung ist zwar sehr hochwertig und macht einen robusten Eindruck, aber den Nutzen vor allem von der Version ausschließlich mit Moskitonetzen als „Fenster“ hat sich uns nicht erschlossen. Es gibt das Markisenvorzelt „KING“ von Obelink auch mit „normalen“ Folienfenstern, da könnte es fĂŒr richtig kalte Tage dann besser sein. FĂŒr uns aber nicht, wenn es zu kalt wird, sitzen wir in den Wagen. Kommt ja nur sehr selten vor.


Keine Ahnung warum man das King Markisenvorzelt nicht einfach mit zippbaren Moskitonetzen ausgestattet hat, dann wÀre das Vorzelt eigentlich gut nutzbar!


Erheblich gestört hat uns auch die Schmutzempfindlichkeit die vermutlich am verwendeten Material liegt.



Da man fĂŒr das Komplettset fast 600€ aufbringen muss, dann aber keine Möglichkeiten zum öffnen an warmen Tagen hat, bekommt das Markisenvorzelt „KING“ mit Moskitonetzen von uns keine Weiterempfehlung.


TOP:

- Verarbeitung hochwertig

- ReissverschlĂŒsse leichtgĂ€ngig

- Optisch schön


FLOP:

- Luftaustausch / LuftdurchlÀssigkeit

- Reinigung / Verschmutzung

 

 

Wer sich fĂŒr weiteres Wohnwagenzubehör interessiert kann sich gerne meine BlogbeitrĂ€ge darĂŒber anschauen:


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Fiamma Caravanstore XL Sackmarkise 

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10 Kommentare:

  1. Ich bin ja nicht so der Camper, aber fĂŒr Liebhaber ist ein gutes Vorzelt bestimmt Gold wert!

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  2. Dankeschön =)
    Ja Prime Days *whoop whoo*.

    Ein sehr interessanter Bericht =)
    Als wir in meiner Kindheit (also ich glaub bis ich 6 Jahre war) einen Camper hatten, hatten wir auch sĂ€mtliches Zubehör um es so schön wie möglich zu machen. Und da war auch so ein Vorzelt mit dabei, einfach so praktisch fĂŒr Wind & Wetter =) Lg

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  3. Eine Stunde Aufbau wĂ€re mir deutlich zu lange. Ich fahre mit meinem kleinen Camper ohne Vorzelt. Das wird auch so bleiben. Ich sehe keinen Nutzen. Bin immer alleine unterwegs. Wenn es mal regnet, gehe ich rein. Ansonsten sitze ich lieber richtig draußen unter freiem Himmel. Trotzdem danke fĂŒr den ausfĂŒhrlichen Einblick.
    LG Renate von Trippics

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  4. Hallo,

    ich hatte noch nie einen Camper, kann mich aber daran erinnern als Kind mal Urlaub auf einem Campingplatz gemacht zu haben. Allerdings gab es da so schicke Markisenvorzelte nicht. Schade, dass es kein rund um glĂŒcklichmachendes Produkt ist. Ich fand deine Review sehr interessant.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Mo

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  5. Das sieht wirklich mega einladend aus und ihr seit wirklich unabhÀngig vom Wetter. LG Romy

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  6. Ohje, das lingt wirklich nicht so gut. Verstehe auch nicht, warum die Moskitonetze denn fest sind, so dass man sie gar nicht öffnen kann, um mehr Luftdurchzug zu bekommen. Wenn sich die Hitze staut, sitzt man da ja wirklich nicht gerne drin. Und wie du schreibst, möchte man es fĂŒr kĂ€ltere Urlaube nutzen, wĂ€ren normale Folienfenster ja besser, da braucht es kein Moskitonetz. Danke auf jeden Fall fĂŒr die ehrliche Review!

    Viele GrĂŒĂŸe, Diana

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  7. Ich war in meinem Leben auch noch nicht so oft campen, nur einmal als Teenager mit der Schulklasse im Wald! Aber in so einem Wohnwagen könnte ich mir das schon vorstellen! Mit dem richtigen Reisepartner an meiner Seite! Schade, dass das getestete Komplettset Eure Erwartungen nicht erfĂŒllen konnte! Bei dem Preis wĂŒnscht man sich mehr!

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Jana

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  8. Oh very interesting and useful product

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  9. Great post and interesting Travelling with minivan

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  10. Das mit solchen Moskitonetzen ist uns schon mal in der Wohnung aufgefallen (Wohnzimmer und Schlafzimmer)... da fehlt echt der Luftaustausch etwas; stelle ich mir beim Zelt und Campen noch viel unangenehmer vor!

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